Auftrag anlegen
Bestellung wird aus Shop oder Marktplatz übernommen, Kunde zugeordnet oder angelegt, Positionen auf Artikelnummern abgebildet, Zahlart und Versandart übernommen.
VirtualBuddy.aiDer Verkauf im Shop ist der einfache Teil. Aufwand entsteht danach: Auftrag anlegen, Bestand prüfen, kommissionieren, Label erzeugen, Kunden informieren, Rechnung stellen, Retoure buchen. Wir verbinden diese Schritte zu einer Kette, die im Regelfall ohne Eingriff durchläuft und nur bei Abweichungen jemanden fragt.
Umschalten und die Bestände beobachten. Der Unterschied zwischen den beiden Zuständen ist kein technischer, sondern eine Festlegung: Wer hält die Wahrheit?
Jeder Kanal wird von Hand gepflegt. Nach wenigen Tagen stimmt keine Zahl mehr: Wo zu viel steht, entstehen Überverkäufe und Stornos; wo zu wenig steht, verkauft man Ware nicht, die im Regal liegt.
Schema · Beispielbestand eines ArtikelsVier Abschnitte, die jeweils eigene Fehlerfälle haben.
Bestellung wird aus Shop oder Marktplatz übernommen, Kunde zugeordnet oder angelegt, Positionen auf Artikelnummern abgebildet, Zahlart und Versandart übernommen.
Verfügbarkeit wird geprüft, Ware reserviert, Kommissionierung ausgelöst und bei Teilverfügbarkeit eine definierte Regel angewandt.
Versandlabel wird erzeugt, Sendungsnummer in den Auftrag geschrieben und an den Kunden gemeldet, Lieferschein und Rechnung erzeugt.
Rücksendung wird erfasst, dem Auftrag zugeordnet, Gutschrift vorbereitet, Bestand zurückgeführt und der Grund für die Auswertung gespeichert.
Bestellungen aus Shop und Marktplätzen laufen in einen einheitlichen Auftragsprozess, unabhängig vom Herkunftsformat.
Nach einer festgelegten Regel wird geteilt, zurückgehalten oder nachbestellt — statt jeden Fall einzeln zu entscheiden.
Eingänge werden Aufträgen zugeordnet, offene Posten erkannt und Freigaben für Vorkasse automatisch gesetzt.
Kunden werden bei Auftragseingang, Versand und Verzögerung informiert, ohne dass jemand daran denken muss.
Unterschreitet ein Artikel den Meldebestand, wird eine Bestellvorlage beim Lieferanten erzeugt.
Belege und Buchungsdaten gehen im erwarteten Format an Buchhaltung oder Steuerberater.
Die Kette selbst ist technisch unspektakulär. Aufwand entsteht an drei Stellen: bei der Zuordnung von Artikeln über Systemgrenzen, bei den Sonderfällen im Versand und bei den Regeln, die bisher niemand aufgeschrieben hat. Ein Beispiel: Was passiert bei einer Bestellung mit einem verfügbaren und einem nicht verfügbaren Artikel? Im Handbetrieb entscheidet das jemand nach Gefühl — automatisiert braucht es eine Regel.
Kulanz, Reklamationsbewertung, Preisentscheidungen und der Umgang mit unzufriedenen Kunden bleiben menschliche Aufgaben. Automatisierung bereitet sie vor: vollständige Auftragshistorie, Vorschlag, ein Klick. Das Ziel ist nicht, Kundenkontakt abzuschaffen, sondern die Zeit dafür freizumachen, indem der Regelfall keine Aufmerksamkeit mehr braucht.
Fast jedes Projekt in diesem Bereich verbringt einen erheblichen Teil des Aufwands mit Stammdaten — Einheiten, Steuersätze, Gewichte, Zolltarifnummern. Das ist nicht der Preis der Automatisierung, sondern eine vorher unsichtbare Schuld: Im Handbetrieb haben Menschen diese Lücken stillschweigend ausgeglichen.
Ein echter Auftrag wird durch alle Systeme begleitet, jeder manuelle Griff notiert.
Artikelzuordnung, Versandregeln und Teilliefer-Verhalten werden schriftlich vereinbart.
Erst Auftragsanlage, dann Versand, dann Retoure — jeder Abschnitt einzeln produktiv.
Weitere Kanäle kommen hinzu, sobald der Kernprozess stabil läuft.
Wenn der Shop Bestellungen über eine Schnittstelle herausgibt und Bestände annehmen kann, ja — das gilt für die verbreiteten Systeme und für die meisten Eigenentwicklungen. Bei sehr alten oder stark angepassten Shops prüfen wir den Zugang vor dem Angebot, weil davon der Aufwand maßgeblich abhängt.
Die lassen sich in dieselbe Kette einbinden, bringen aber eigene Regeln mit: abweichende Artikelidentifikatoren, eigene Versandvorgaben und teils eigene Retourenprozesse. Wir führen sie in den einheitlichen Auftragsprozess und behandeln die Besonderheiten als definierte Sonderfälle.
Der erste Abschnitt — Bestellung ins ERP — ist bei vorhandenen Schnittstellen und sauberen Stammdaten oft in wenigen Wochen produktiv. Wenn Artikelnummern und Einheiten erst vereinheitlicht werden müssen, liegt dort der größere Teil des Aufwands; das ist Arbeit, die sich unabhängig vom Projekt auszahlt.
Der betroffene Auftrag bleibt in einem definierten Zustand stehen und erscheint auf einer Klärliste mit Fehlerbeschreibung — er wird nicht halb verarbeitet. Vorübergehende Störungen werden automatisch wiederholt, dauerhafte gemeldet. Entscheidend ist, dass kein Auftrag still verschwindet.
Ja, und so ist sie gedacht. Wenn die Abschnitte einzeln aufgebaut und dokumentiert sind, lassen sich weitere Kanäle, Lager oder Dienstleister ergänzen, ohne das Bestehende umzubauen. Voraussetzung ist, dass die Logik in Ihrer Automatisierungsschicht liegt und nicht in einem geschlossenen Anbieter-Ökosystem.
Nennen Sie Shop, Warenwirtschaft und Versandweg. Wir skizzieren, wie die Kette automatisiert aussehen würde.
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